Annika Lambeck
KI-Managerin (IHK)

Workshop
Prozesse
Dozentin
Vorträge

Was macht eine KI-Managerin?


Viele fragen sich, ob das KI-Management nicht einfach ein reines IT-Thema ist. Die kurze Antwort lautet: nicht nur. Eine KI-Managerin oder ein KI-Manager entwickelt in der Regel keine eigene Künstliche Intelligenz und programmiert auch keine Sprachmodelle. Die Aufgabe liegt meist darin, Künstliche Intelligenz im Unternehmen richtig einzuordnen, sinnvolle Einsatzfelder zu finden und die Einführung verantwortungsvoll zu begleiten. Es geht also weniger um das Bauen von Systemen, sondern darum, die Technologie im Alltag nutzbar zu machen.Was macht eine KI-Managerin oder ein KI-Manager konkret?Eine KI-Managerin oder ein KI-Manager prüft systematisch, wo moderne Anwendungen im Unternehmen helfen können. Dazu gehören zum Beispiel Prozesse, die interne und externe Kommunikation, die Dokumentation, der Kundenservice, das Marketing, das Wissensmanagement, die Ausbildung oder allgemeine interne Abläufe.Typische Aufgaben sind:
  • KI-Anwendungsfälle im Betrieb erkennen
  • Chancen und Risiken der Technologie bewerten
  • Bestehende Prozesse detailliert analysieren
  • Erste KI-Projekte im Unternehmen vorbereiten
  • Klare Regeln für den Einsatz im Team entwickeln
  • Mitarbeitende für das Thema sensibilisieren
  • Datenschutz und IT-Sicherheit von Anfang an mitdenken
  • Führungskräfte bei strategischen Entscheidungen unterstützen
  • Passende Tools oder externe Anbieter gezielt vergleichen
  • Fundiertes Grundwissen: Verständlicher Einstieg in die Funktionsweise von Künstlicher Intelligenz, Sprachmodellen und neuronalen Netzwerken.
  • Praktische Tool-Kompetenz: Der strategische Einsatz führender Anwendungen für Text, Recherche und Workflow-Automatisierung.
  • Prozess- und Potenzialanalyse: Methoden, um bürokratische oder kreative Abläufe im Unternehmen zu durchleuchten und sinnvolle KI-Einsatzfelder zu finden.
  • Recht, Datenschutz und Ethik: Ein KI-Manager oder eine KI-Managerin muss kein Datenschutzbeauftragter sein oder werden. In der Qualifizierung wird das Thema Datenschutz lediglich praxisnah angeschnitten. Es geht darum, ein gesundes Grundverständnis für die DSGVO, das Urheberrecht und den sicheren Umgang mit Unternehmensdaten im Alltag zu entwickeln. Für tiefgehende rechtliche Prüfungen oder spezifische Freigaben wird nach Bedarf weiterhin eine spezialisierte Datenschutzbeauftragte oder ein Datenschutzbeauftragter hinzugezogen.
  • Kommunikation und Change-Management: Strategien, um die Belegschaft aktiv einzubinden, Ängste vor dem digitalen Wandel abzubauen und Teams erfolgreich zu schulen.
  • Welche Aufgabe lohnt sich wirtschaftlich für uns?
  • Welche Daten dürfen im Team genutzt werden?
  • Welche rechtlichen oder operativen Risiken entstehen?
  • Wer muss intern alles beteiligt werden?
  • Was braucht im Umgang klare Regeln?
  • Und wie nimmt man die Mitarbeitenden kommunikativ mit?
Ist das ein klassischer IT-Beruf?

Ein technisches Grundverständnis ist für diese Position natürlich wichtig. Wer die Einführung im Unternehmen begleiten will, sollte verstehen, was Künstliche Intelligenz ist, wie Sprachmodelle grob funktionieren, welche Rolle Daten spielen und wo die aktuellen Grenzen liegen. Trotzdem ist das Aufgabengebiet kein klassischer IT-Entwicklerjob. Die Rolle liegt vielmehr an der entscheidenden Schnittstelle zwischen der Geschäftsführung, den einzelnen Fachbereichen, der IT-Abteilung, dem Datenschutz, der Personalentwicklung und den Mitarbeitenden. Berichte aus dem Handelsblatt bestätigen in diesem Zusammenhang deutlich, dass es sich hierbei primär um eine strategische Management-Rolle handelt, bei der die Vermittlung zwischen den Technikteams und den wirtschaftlichen Entscheidungsträgern im Fokus steht. Genau dort entsteht in vielen Unternehmen der größte Bedarf. Es geht nicht um die Frage, wie man eine eigene Anwendung programmiert, sondern wie man Künstliche Intelligenz sinnvoll, sicher und verständlich in den echten Arbeitsalltag bringt.

Was wird in einer Qualifizierung für KI-Manager und KI-Managerinnen gelehrt?

Um diese Schnittstellenfunktion erfolgreich auszufüllen, vermittelt eine professionelle Qualifizierung genau die Kernkompetenzen, die an der Schnittstelle von Mensch und Technik gebraucht werden. Die Ausbildung ist so konzipiert, dass alle Interessierten auch ganz ohne technische Vorkenntnisse teilnehmen können. Die wichtigsten Lehrinhalte im Überblick: Es kommt auf die Unternehmensgröße an.
In großen Unternehmen und Konzernen arbeiten oft mehrere spezialisierte Bereiche zusammen. Dazu gehören die IT-Abteilung, der Datenschutz, die Compliance, die Fachabteilungen, das Projektmanagement und die Geschäftsführung.In kleinen und mittleren Unternehmen ist das ganz anders. Dort übernimmt eine Person häufig mehrere Aufgaben gleichzeitig. Gerade deshalb braucht es in mittelständischen Betrieben Menschen, die Künstliche Intelligenz nicht nur rein technisch betrachten, sondern auch praktisch einordnen können. Dabei stehen folgende Kernfragen im Mittelpunkt:

Kurz gesagt

Eine KI-Managerin oder ein KI-Manager baut im Normalfall keine eigene Technologie. Sie oder er sorgt dafür, dass die Werkzeuge im Unternehmen sinnvoll und gewinnbringend eingesetzt werden. Die Rolle verbindet ein solides technisches Grundverständnis mit Organisation, klarer Kommunikation, Verantwortung und der Kompetenz zur praktischen Umsetzung. Oder einfacher gesagt: Das KI-Management übersetzt präzise zwischen dem, was technisch machbar ist, und dem, was im Unternehmen wirklich sinnvoll ist.

Fazit: Die Kommunikations-Rolle im Fokus

Berichte aus dem Handelsblatt bestätigen diese Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt deutlich. Die Position als KI-Manager oder KI-Managerin ist vor allem eine Management-Rolle. Man benötigt für den Erfolg im Beruf keine tiefen Programmierkenntnisse.
Entscheidend ist vielmehr die Kompetenz, die Technologie tiefgreifend zu verstehen, sie verständlich für alle Beteiligten zu übersetzen, Prozesse sicher zu steuern und erfolgreich zwischen den technischen Teams und den wirtschaftlichen Entscheidungsträgern oder Entscheidungsträgerinnen zu vermitteln. Das macht die Qualifizierung zu einer großen Chance für jeden Menschen mit Interesse an der digitalen Zukunft. https://www.handelsblatt.com/karriere/karrierecoach/jobs-diese-neuen-ki-rollen-bringen-topgehaelter/100222883.html